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Entwicklung eines Standards zur Bewertung und Klassifizierung der baulichen Substanz von Abwasserkanälen und Schächten

Erste SubKanS-Expertenrunde am 5.7.2019 in Frankfurt (Einladung)

Herausforderung

Die Entwässerungssysteme unserer Städte und Gemeinden stellen aufgrund des enormen Bauvolumens den wesentlichen Anteil des kommunalen Anlagevermögens dar. Um im Sinne des Generationenvertrags die bauliche Substanz dieser Netze auch langfristig erhalten zu können, streben Netzbetreiber zunehmend nachhaltige Sanierungsstrategien an.

„Der Netzbetreiber sollte in der Lage sein nachzuweisen, dass er im langfristigen Zusammenhang die ihm zuzuordnenden Aufgaben erledigen kann. Es wird empfohlen, die langfristige Substanzwertentwicklung eines Netzes zu prüfen, um Defizite frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig Korrekturen durchzuführen“ (DWA-A 143-14)

Voraussetzung hierfür ist eine Methodik zur Erfassung und Bewertung von baulicher Substanz, Substanzwert oder Abnutzungsvorrat einer Kanalhaltung bzw. Schachtes. Dafür müssen ingenieurtechnische Beurteilungen zu oftmals komplexen Schadensbildern und Rahmenbedingungen in transparente Rechenalgorithmen umgesetzt und in Form einer Substanzklasse zusammengefasst werden.

In der Praxis existieren derzeit verschiedene Ansätze, bauliche Substanz, Substanzwert oder Abnutzungsvorrat von Kanalhaltungen zu ermitteln. In der Folge gibt es kein einheitliches Verständnis der Substanzklasse.

Es besteht insofern Bedarf, diese Ansätze zu beschreiben und zu einem standardisierten Verfahren zusammenzuführen.

Untersuchungskern

Zielsetzung

Ziel von SubKanS ist die Entwicklung eines einheitlichen und praxisrelevanten Verfahrens zur Substanzklassifizierung für Kanalhaltungen und Schächte mit folgenden Eigenschaften:

  • Methodik zur Substanzklassifizierung weist Analogien zur Methodik der Zustandsklassifizierung gemäß DWA M-149-3 auf.
  • Methodik passt sich Anforderungen an Praxistauglichkeit (verfügbare Daten) und Robustheit (unempfindliche gegenüber Datenqualitätsschwankungen) an.
  • Methodik wird auch in Hinblick auf die Umsetzung einer Mehrspartenstrategie entwickelt und kann spartenübergreifend angepasst werden.
  • Ergebnis der Substanzklassifizierung gibt Rückschlüsse auf technisch sinnvolle Sanierungshauptverfahren und zu erwartende Sanierungskosten.

Verbundkoordinator

Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres
FH Aachen
Fachbereich Bauingenieurwesen
Netzmanagement
Bayernallee 9
52066 Aachen Germany
T   +49 241 6009 51116
kerres@fh-aachen.de

 

 

F&E-Projekt

 

Laufzeit: Jan. 2019 - Dez. 2020